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Lesung Sabine Lenz in Bern

sabine lenz

Fürsorgerische Zwangsmassnahmen: Informationen zum Runden Tisch und zur Soforthilfe

Eidgenössische Kommission für Frauenfragen EKF

Schwarztorstrasse 51, 3003 Bern

Tel. +41 58 462 92 75, Fax +41 58 462 92 81

www.frauenkommission.ch

CH-3003 Bern, EBG, EKF

An die Mitglieder der EKF

An Frauen- und Männerorganisationen An weitere interessierte Kreise

Bern, im Juli 2014

Fürsorgerische Zwangsmassnahmen: Informationen zum Runden Tisch und zur Soforthilfe

Sehr geehrte Damen und Herren

Bis 1981 wurden in der Schweiz Tausende von Menschen Opfer von fürsorgerischen Zwangsmass-nahmen. Betroffen waren junge Frauen und Männer, die zur «Nacherziehung» oder zur «Arbeitserziehung» in geschlossene Institutionen eingewiesen wurden (administrative Versorgungen). In zahlreichen Fällen erfolgte sogar eine Einweisung in eine Strafanstalt, einzig weil die betroffene Person durch ihr Verhalten – gemessen an den damaligen Moral- und Rollenvorstellungen – auffiel oder sozi-ale Missbilligung bewirkte. Zu den Opfern zählen auch Personen, die zwangssterilisiert, zwangskastriert wurden und Kinder bzw. Eltern, die von Zwangsadoptionen betroffen waren. Betroffen waren namentlich auch Kinder, welche bei Bauern verdingt oder in Heimen und Pflegefamilien fremdplatziert wurden. Ein Grossteil der Versorgungen beruhte auf administrativen oder fürsorgerischen Massnahmen, die von kantonalen oder kommunalen Instanzen (insbesondere Vormundschafts-, Jugendstraf-verfolgungs- und Armenbehörden) verhängt wurden. Diese Praxis wurde erst 1981 mit dem Inkrafttreten neuer Gesetzesbestimmungen verunmöglicht.

 

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Quotenresolution

Resolution der Juristinnen Schweiz für eine angemessene Vertretung von Frau und Mann auf allen Entscheidungs- und Führungsstufen in der Wirtschaft

Die Organisation der Juristinnen in der Schweiz „Juristinnen Schweiz – Femmes Juristes Suisse – Giuriste Svizzera – Giuristas Svizra“ (siehe www.lawandwomen.ch) hat am 14. Juni 2014 eine Resolution gefasst, mit der in der Schweiz Massnahmen zur Herbeiführung einer besseren Frauenvertretung gefordert werden.

Regula Kägi-Diener, St.Gallen

Die Frauen haben in der schweizerischen Wirtschaft immer noch eine untergeordnete Rolle, wir sind von einer paritätischen Verteilung von Frauen und Männern in führenden Positionen weit entfernt und unter dem europäischen Durchschnitt, und dies, obwohl wir heute viele gut ausgebildete Frauen haben, die auch Verantwortung übernehmen möchten

http://www.ostschweizerinnen.ch/Quotenresolution_14_06_2014_def-2.pdf

Die Kommission eröffnet eine Konsultation über ihren direkten Gegenentwurf

Die Kommission hat ihren direkten Gegenentwurf definitiv bereinigt und unterbreitet diesen einem ausgewählten Adressatenkreis zur Konsultation.
 

13.085 Für Ehe und Familie - gegen die Heiratsstrafe. Volksinitiative

Die Kommission hat an ihrer heutigen Sitzung den definitiven Text für den direkten Gegenentwurf mit dem Titel „Heiratsstrafe abschaffen – für eine Familienpolitik für alle“ verabschiedet. Der direkte Gegenentwurf verzichtet einerseits auf die Definition der Ehe und verhindert andererseits, dass ein Individualbesteuerungssystem für Ehepaare von vornherein ausgeschlossen wird. Er umfasst somit ausschliesslich das Diskriminierungsverbot. Damit soll erreicht werden, dass Ehepaare gegenüber Konkubinatspaaren namentlich im Bereich Steuern nicht mehr benachteiligt werden. Die Kommission beschliesst ausserdem, dass der direkte Gegenentwurf einem ausgewählten Adressatenkreis (Kantone, in der Bundesversammlung vertretene politische Parteien sowie die Schweizerische Schwulen- und Lesbenorganisation Pink Cross und LOS) zur Konsultation unterbreitet werden soll. Zwei Minderheitsanträge für einen direkten Gegenentwurf, die der gleichen Grundsatzüberlegung folgen wie der Antrag der Mehrheit, werden ebenfalls zur Konsultation unterbreitet.

Die Kommission wird die Ergebnisse der Konsultation im vierten Quartal beraten.

parlament

 

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Toni Bortoluzzi: Entschuldigen Sie sich

https://secure.avaaz.org/de/petition/Toni_Bortoluzzi_Wir_fordern_Sie_auf_sich_zu_entschuldigen/?nuWrKhb

Weshalb dies wichtig ist

Mit den Aussagen von Toni Bortoluzzi, homosexuelle Menschen seien unnatürlich, fehlgeleitet und krank, hat er viele Menschen bewusst herabgesetzt. Gleichzeitig verurteilt er auch jede weitere Lebensform, die nicht der Fortpflanzung und der Kindererziehung dient. Damit diskriminiert er nicht nur homosexuelle Menschen, sondern auch alle Alleinstehenden, Kinderlose und viele weitere Menschen, die nicht in sein klassisches Familienmodell passen. Menschen, die sich bewusst oder unbewusst dafür entschieden haben, keine Kinder zu haben, sind laut Bortoluzzi Menschen zweiter Klasse, unnatürlich oder sogar krank.

Ungeachtet dessen, dass Wissenschafter seit über 20 Jahren Homosexualität nicht mehr für eine Krankheit halten, fragen wir uns: Kann uns Homosexualität zu Tode bringen? Nein, niemand stirbt an Homosexualität. Im Gegensatz dazu können homophobische Vorurteile und Gesetze töten - direkt durch Gewalttaten oder Verfolgung oder indirekt dadurch, dass sie das Selbstwertgefühl der LGBT-Menschen senken und sie für psychische Störungen und selbstschädigende Verhalten anfälliger machen. Die massiv höhere Suizitrate von homosexuellen Jugendlichen ist traurige Tatsache.

Toni Bortoluzzi hat bei seinem Eintritt in den Nationalrat einen Eid abgelegt, die Bundesverfassung und die Gesetze zu ehren. Die Würde des Menschen ist zu achten und zu schützen. (Art. 7) Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich. (Art. 8). Wir erinnern ihn an seine Verantwortung als Bundesparlamentarier und fordern von ihm eine Entschuldigung für seine gemachten Aussagen.

PINK CROSS und LOS rufen alle Schwulen und Lesben, alle Alleinstehende, alle Paare oder Familien mit oder ohne Kinder und alle anderen Menschen, die nicht dem gewünschten Familienbild vom Toni Bortoluzzi entsprechen auf, Facebook-Posts, Twittermeldungen oder Bilder hochzuladen und mit dem Hashtag #wirsindvielfalt zu kennzeichnen und ihm zu zeigen, wie vielfältig die Schweiz lebt und liebt.

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