In mehreren italienischen Städten haben lesbische Paare Post von der Staatsanwaltschaft erhalten. Es wird ihnen mitgeteilt, dass der Name der Co-Mutter aus der Geburtsurkunde ihres Kindes gestrichen wird. Zu verantworten hat dies die rechtsextreme Regierung unter Ministerpräsidentin Giorgia Meloni.

Alessandra Widmer (sie/ihr), Autor:in von Alessandra Widmer (sie/ihr) | 30.07.2023

Was sind die Folgen für die Familien?

Das eigene Kind von der Schule abholen, ein Impfformular unterschreiben, zusammen reisen: Dafür werden queere Elternteile in Zukunft vielleicht eine Vollmacht benötigen. Um die eigenen Kinder weiterhin abzusichern, bleibt den Müttern die Stiefkindadoption, die in Italien langwierig, unsicher und teuer ist.

… und in der Schweiz?

In der Schweiz besteht für Eltern von Regenbogenfamilien (auch dank der Ehe für alle) keine Gefahr, dass ihnen die rechtliche Elternschaft entzogen wird: dafür bräuchte es eine Gesetzesänderung, die mehrere Jahre dauern würde – genug Zeit, um dies zu verhindern. Mehr zur Rechtslage in der Schweiz findest du in unserem Ehe für alle FAQ.

Was macht die LOS?

Die LOS verurteilt diese Situation auf Schärfste und solidarisiert sich mit den betroffenen Familien. Wir sind in Kontakt mit Organisationen vor Ort und werden tun, was wir können, um Familien zu unterstützen und als Nachbarland Italiens Druck auf die Regierung auszuüben.

Auf dieser Seite werden wir demnächst Informationen für betroffene Familien aus Italien zur Rechtslage in der Schweiz veröffentlichen. 

Was kann ich tun?