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Coming out Broschüre neu

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Broschüre zum Coming-out:

Zielgruppe 12-18 jährige, lesbische, schwule, bisexuelle und Transmenschen;

auch für den Einsatz in Oberstufe, Sexual- und Lebenskunde sowie Jugendberatung.

 Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! bestellen

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Medienmitteilung - 18.07.2016

Die Vielfalt der Community

In der Presse sowie auf einigen Websites und sozialen Netzwerken werden seit einigen Monaten falsche Informationen verbreitet. Die LGBTI (Lesben, Schwule, Bisexuelle, Trans- und Intersex-Personen) werden NICHT von PINK CROSS vertreten. PINK CROSS ist der Schweizer Dachverband der Schwulen. Es gibt andere nationale und regionale Organisationen, die sich gezielt für die Rechte jener Personen einsetzen, die sie vertreten.

Das sind folgende Dachverbände:

LOS  - Lesbenorganisation Schweiz 

DVRF -  Dachverband Regenbogenfamilien

TGNS - Transgender Network Switzerland

Fels - Freundinnen, Freunde und Eltern von Lesben und Schwulen

Wybernet - Netzwerk für lesbische Berufsfrauen D-Schweiz

LWork Netzwerk für lesbische Berufsfrauen Romandie

Network - Verein für schwule Führungskräfte

Da es keine Partnerschaft mit Organisationen für die Interessen von Intersex-Personen gibt, sprechen wir nicht in deren Namen.

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Alliancef

Logo

 

Geschichte

allianceF wurde 1900 als privatrechtlicher Verein gegründet. Helene von Mülinen, eine Berner Aristokratin, und Pauline Chaponnière, Tochter eines Bankiers in Genf, waren die ersten zwei Präsidentinnen. Ihr Ziel war die politische und wirtschaftliche Selbständigkeit und Gleichstellung der Frau in der Schweiz. Zu diesem Zweck organisierten sie ab 1921 die erste SAFFA (Schweizerische Ausstellung für Frauenarbeit).
Die Lesbenorganisation Schweiz LOS ist seit dem 01.01.2015 Mitglied von allianceF.


alliance F und die SAFFA 1928 und 1958
Die erste SAFFA fand in Bern statt. Sie wurde vom Bund Schweizerischer Frauenorganisationen (heute alliance F) vorbereitet,
realisiert und durchgeführt. „Wir haben den Glauben an uns selbst gefunden“, lautete das Motto. Mit der SAFFA wollte alliance F „ beweisen, dass die Schweizer Frauen eine nicht zu unterschätzende Stellung in der Schweizerischen Volkswirtschaft ausfüllen“. Die Startphase der SAFFA wurde mit den Überschüssen der Frauen-Gewerbeausstellungen (in Bern, Genf, Basel und Vevey) der Jahre 1923, 1925, 1926 finanziert. Die Ausstellung, im Format einer Landesausstellung, zog 630'000 Besucherinnen und Besucher an. Bei einem Gesamtumsatz von 11 Mio. CHF erzielten die Frauen einen Gewinn von 602'000 CHF. Keine der 700 Mitarbeiterinnen bezog damals ein Honorar. Der Erlös der SAFFA 1928 floss in die 1931 gegründete Bürgschaftsgenossenschaft Saffa. Sie verbürgt heute Bankkredite an Frauen, die sich beruflich selbständig machen oder ein bestehendes Geschäft ausbauen wollen. 

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LGBT+ Helpline

helpline logo weiss 1

https://www.lgbt-helpline.ch/

Die LGBT+ Helpline Schweiz wird durch verschiedene Organisationen finanziert (Pink Cross, Lesbenorganisation Schweiz LOS, Transgender Network Switzerland, PinkCop, Du bist Du, Queeramnesty,) finanziert. In Zusammenarbeit mit den freiwilligen Berater_innen steht ein vielseitiges Angebot für Menschen mit Fragen zur LesBiSchwulTrans-Lebenswelt zur Verfügung.

Die Beratung ist für dich kostenlos (ausser der Telefongebühren). Unsere finanziellen Mittel sind knapp und wir sind auf deine Unterstützung angewiesen. Mit deiner Mitgliedschaft und/oder Spende kannst du einen wertvollen Beitrag zum Fortbestehen der LGBT+ Helpline Schweiz leisten. Vielleicht bist du selbst mal froh darum.

Spenden kannst du auf das

Postkonto 30-401519-1

Pink Cross, RainbowLine, 3007 Bern

überweisen (Vermerk LGBT+ Helpline Schweiz).

Einzahlungsscheine können per Mail ( Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! ) bestellt werden.

YES I AM

17. Mai – Internationaler Tag gegen die Lesbophobie

YES, I AM!

Spectre facebook de

Die weibliche Homosexualität ist peinlich – fast noch mehr als die männliche Homosexualität. Und weil sie peinlich berührt, versteckt man sie. Man macht sie unsichtbar und redet nicht – oder nur kaum – darüber.

Man liest oft Lobesreden über bedeutende homosexuelle Maler, Schriftsteller und Schauspieler. Von ihnen geht eine Faszination aus – als ob ihre sexuelle Orientierung ihrem künstlerischen Talent einen zusätzlichen Nimbus gäbe. Ein Beispiel dafür findet sich kürzlich im Interview eines Abteilungsleiters eines Unternehmens. Er schämt sich nicht, seine „Offenheit“ mit folgender Aussage zu manifestieren: „Wenn man aus der Kunst und Literatur alles wegnehmen würde, was Homosexuelle und Juden geschaffen haben, würde ein bedeutender Teil dessen fehlen, was unsere Zivilisation an Grossem und Schönen hervorgebracht hat.“ Noch nie habe ich jedoch einen Hinweis auf eine lesbische Schriftstellerin, Dichterin oder Malerin gehört.

Einen Schwulen zum Freund zu haben ist cool. Man ist hip, wenn man an Orte hingeht, wo Schwule im Ausgang sind. Das schwule Milieu steht für Party, Kreativität – es ist trendy und entspannt.

Die lesbischen Frauen hatten ihr Coming-out, aber es scheint nur vorübergehend gewesen zu sein. Sie sind wieder auf dem Rückzug: Sie geben sich betont feminin, um ja nicht männlich zu wirken. Auch die Fussballerinnen tun dies, um jegliches Klischee zu vermeiden – sie kicken den Ball mit perfekt gestylter Frisur. Wie viel Zeit benötigen sie wohl, um ihre langen Haare zu frisieren, damit sie ja wie wirkliche Frauen aussehen …

Auch in der homosexuellen „Community“ hat man den Eindruck, dass jegliche Unterschiede unbedingt ausradiert werden müssen. Man hat sich verabschiedet von den allzu feministischen oder antikonformistischen Slogans, man ist nicht mehr gegen die Ehe. Heute ist man für eine Hochzeit in Weiss, um den schönsten Tag im Leben einer Frau zu feiern – und für ein tolles Auto und ein schönes Haus, in dem die zukünftige Familie ein Zuhause hat und die glücklichen Schwiegereltern zu Besuch kommen. Es ist, als ob man zur Normalität zurückkehren würde, indem man mit der homogenen Masse verschmilzt.

Schimpfwörter wie „dreckige Lesbe“, die manchmal auf dem Schulhausplatz benützt werden, überhört man geflissentlich. Später, in der Arbeitswelt, sind es die schrägen Blicke und die herabsetzenden Bemerkungen, die hinter vorgehaltener Hand gemacht werden. Oder es sind Aussagen wie: Du bist zu schön, um lesbisch zu sein; du bist zu hässlich, um einen Mann zu bekommen; du hast noch nicht den Richtigen getroffen. Oder wenn es darum geht, schwere Gegenstände zu tragen oder ein Möbel zu transportieren, hört man oft: „Wenn du schon Mann spielen willst, dann steh auch dazu.“

Lesbophobie ist all das – von der Offenlegung bis hin zu Beleidigungen. Sie findet in der Gesellschaft, aber auch in der homosexuellen Gemeinschaft statt. Und weil es schwierig ist, sich ihr zu stellen, kapseln sich die Opfer von Lesbenfeindlichkeit oft ab. Sie verstecken sich noch mehr, und schliesslich diskriminieren sie sich selbst. Es gibt nichts Diskriminierendes, als die eigene Identität, die Beziehung oder die eigenen Gefühle zu leugnen. Es gibt nichts, was mehr entwürdigt, als seine Familie, seine Nächsten, seine Arbeitskollegen zu belügen, weil man sich vor ihrer Reaktion fürchtet.

Heute, am 17. Mai, müssen die Frauen stolz sein auf das, was sie sind. Ganz egal, welche sexuelle Orientierung oder Geschlechtsidentität sie haben: Die Frauen sollen sich erheben und mit einem Lächeln sagen: YES, I AM!

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