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Medienmitteilung: Terrror in Orlando

Die LOS ist bestürzt über die grausame Tat, die letzte Nacht gegen zwei Uhr (Ortszeit) in Orlando/Florida verübt wurde und spricht den Familien und Freunden der Menschen, die dabei umgekommen sind, ihr tiefstes Beileid. Nach Angaben des Bürgermeisters ist nach einem Anschlag auf einen LGBT*-Club ("Pulse") die Zahl der Todesopfer auf mindestens 50 gestiegen. Es wird vorerst von einem Terroranschlag ausgegangen.

Nach Aussage des örtlichen Polizeichefs gibt es vorerst keine Hinweise darauf, dass der Täter aus homo- und trans*phoben Gründen handelte. Es werde allerdings weiter ermittelt. Dennoch möchte die LOS darauf hinweisen, wie wichtig politische und zwischenmenschliche Aufklärung, wie bedeutend Anlässe wie die gestrige Demonstration im Rahmen der Zurich Pride weiterhin sind. Wie wichtig es ist, dass wir uns weiterhin in unserer ganzen Vielfalt zeigen, für Akzeptanz kämpfen und uns nicht einschüchtern lassen, damit auch genau diese Vielfalt sich endlich mit einem festen Platz in der Gesellschaft etabliert.

 

La LOS (organisation suisse des lesbiennes) est atterrée par l’acte odieux perpétré la nuit dernière à Orlando en Floride. Nous adressons aux familles et aux proches des victimes notre profonde sympathie.

Selon les informations du maire, le nombre des victimes de l’attentat contre un club LGBT (« pulse ») atteint dorénavant cinquante personnes. La piste d’un attentat terroriste semble la plus vraisemblable. Selon les indications de la police locale, il n’est pas prouvé que l’auteur ait agi pour des motifs homo-et transphobes. L’enquête se poursuit actuellement.

La LOS souhaite cependant souligner l’importance d’une sensibilisation  politique et sociale, tout comme l’organisation d’événements tels que celui qui s’est déroulé ce week-end, la Zürich Pride.

Il est indispensable et nécessaire de nous afficher dans toute notre diversité, de militer pour le respect, de ne pas nous laisser impressionner afin que cette diversité trouve également sa juste place au sein de la société. 

YES I AM

17. Mai – Internationaler Tag gegen die Lesbophobie

YES, I AM!

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Die weibliche Homosexualität ist peinlich – fast noch mehr als die männliche Homosexualität. Und weil sie peinlich berührt, versteckt man sie. Man macht sie unsichtbar und redet nicht – oder nur kaum – darüber.

Man liest oft Lobesreden über bedeutende homosexuelle Maler, Schriftsteller und Schauspieler. Von ihnen geht eine Faszination aus – als ob ihre sexuelle Orientierung ihrem künstlerischen Talent einen zusätzlichen Nimbus gäbe. Ein Beispiel dafür findet sich kürzlich im Interview eines Abteilungsleiters eines Unternehmens. Er schämt sich nicht, seine „Offenheit“ mit folgender Aussage zu manifestieren: „Wenn man aus der Kunst und Literatur alles wegnehmen würde, was Homosexuelle und Juden geschaffen haben, würde ein bedeutender Teil dessen fehlen, was unsere Zivilisation an Grossem und Schönen hervorgebracht hat.“ Noch nie habe ich jedoch einen Hinweis auf eine lesbische Schriftstellerin, Dichterin oder Malerin gehört.

Einen Schwulen zum Freund zu haben ist cool. Man ist hip, wenn man an Orte hingeht, wo Schwule im Ausgang sind. Das schwule Milieu steht für Party, Kreativität – es ist trendy und entspannt.

Die lesbischen Frauen hatten ihr Coming-out, aber es scheint nur vorübergehend gewesen zu sein. Sie sind wieder auf dem Rückzug: Sie geben sich betont feminin, um ja nicht männlich zu wirken. Auch die Fussballerinnen tun dies, um jegliches Klischee zu vermeiden – sie kicken den Ball mit perfekt gestylter Frisur. Wie viel Zeit benötigen sie wohl, um ihre langen Haare zu frisieren, damit sie ja wie wirkliche Frauen aussehen …

Auch in der homosexuellen „Community“ hat man den Eindruck, dass jegliche Unterschiede unbedingt ausradiert werden müssen. Man hat sich verabschiedet von den allzu feministischen oder antikonformistischen Slogans, man ist nicht mehr gegen die Ehe. Heute ist man für eine Hochzeit in Weiss, um den schönsten Tag im Leben einer Frau zu feiern – und für ein tolles Auto und ein schönes Haus, in dem die zukünftige Familie ein Zuhause hat und die glücklichen Schwiegereltern zu Besuch kommen. Es ist, als ob man zur Normalität zurückkehren würde, indem man mit der homogenen Masse verschmilzt.

Schimpfwörter wie „dreckige Lesbe“, die manchmal auf dem Schulhausplatz benützt werden, überhört man geflissentlich. Später, in der Arbeitswelt, sind es die schrägen Blicke und die herabsetzenden Bemerkungen, die hinter vorgehaltener Hand gemacht werden. Oder es sind Aussagen wie: Du bist zu schön, um lesbisch zu sein; du bist zu hässlich, um einen Mann zu bekommen; du hast noch nicht den Richtigen getroffen. Oder wenn es darum geht, schwere Gegenstände zu tragen oder ein Möbel zu transportieren, hört man oft: „Wenn du schon Mann spielen willst, dann steh auch dazu.“

Lesbophobie ist all das – von der Offenlegung bis hin zu Beleidigungen. Sie findet in der Gesellschaft, aber auch in der homosexuellen Gemeinschaft statt. Und weil es schwierig ist, sich ihr zu stellen, kapseln sich die Opfer von Lesbenfeindlichkeit oft ab. Sie verstecken sich noch mehr, und schliesslich diskriminieren sie sich selbst. Es gibt nichts Diskriminierendes, als die eigene Identität, die Beziehung oder die eigenen Gefühle zu leugnen. Es gibt nichts, was mehr entwürdigt, als seine Familie, seine Nächsten, seine Arbeitskollegen zu belügen, weil man sich vor ihrer Reaktion fürchtet.

Heute, am 17. Mai, müssen die Frauen stolz sein auf das, was sie sind. Ganz egal, welche sexuelle Orientierung oder Geschlechtsidentität sie haben: Die Frauen sollen sich erheben und mit einem Lächeln sagen: YES, I AM!

Lohndiskriminierung ist weiterhin salonfähig

 

Das Parlament entschied diese Woche, die Änderung des Gleichstellungsgesetzes ersatzlos aus der kommenden Legislaturperiode zu streichen. Dies zeigt, wie ignorant politische Entscheidungsträger_innen mit der in der Verfassung verankerten Gleichstellung von Mann und Frau umgehen. Anstatt die Chance zu ergreifen, einer endlosen Diskriminierung von Frauen endlich den Riegel zu schieben, wird diese weiterhin in Kauf genommen.

TERRE DES FEMMES Schweiz ist empört, dass die Lohngleichheit zwischen den Geschlechtern von Mitte-Rechts Kräften einmal mehr mit Füssen getreten wird. Seit Jahren ist sie eine zentrale Forderung aller Akteure in Gleichstellungskreisen, um das verfassungsmässige Recht auf Gleichstellung zwischen Frau und Mann umzusetzen. Die Wirtschaft hat zur Genüge bewiesen, dass dieses Anliegen für sie keine Bedeutung hat. Nun ziehen die konservativen Entscheidungsträger_innen nach und bewahren die Wirtschaft davor, Lohnanalysen durchzuführen und Massnahmen zu ergreifen.

Das Kostenargument ist ein Hohn

Zu Recht hat das Argument der SVP gegen die Revision des Gleichstellungsgesetzes, die Gleichstellung sei in der Schweiz erreicht, bei einigen Parlamentarier_innen zu verständnislosen Lachern geführt. Auch die Befürchtung, es könnten bei einer Lohngleichstellung Mehrkosten entstehen, ist ein Hohn. Stattdessen wird der Wirtschaftsstandort Schweiz weiterhin mit systematisch geringeren Löhnen von Frauen mitfinanziert. Das gewisse Politiker_innen aus Kostengründen nicht gegen die Lohndiskriminierung vorgehen wollen, offenbart deren grundlegend gleichstellungsfeindliche Haltung. So stellen sie im gleichen Atemzug den Antrag, die Istanbul-Konvention zum Schutz von Frauen gegen Gewalt aus dem Legislaturprogramm zu streichen. Damit nehmen sie in Kauf, dass Gewalt an Frauen die Gesellschaft weiterhin jedes Jahr mind. 130 Millionen Franken kostet.


TERRE DES FEMMES Schweiz

http://www.terre-des-femmes.ch

 

Die Diskriminierung der Frauen: Eine alltägliche Realität in der Schweiz

       

Die Diskriminierung der Frauen: Eine alltägliche Realität in der Schweiz

                                                  

Heute Montag, 7. März 2016, hat sich die NGO-Koordination post Beijing Schweiz vor dem UNOAusschuss zur Beseitigung jeder Form von Diskriminierung der Frau (CEDAW-Ausschuss) in Bezug auf die Situation in der Schweiz geäussert. Sie hat konkret das im 4./5. Staatenbericht der Schweiz gezeichnete Bild ergänzt. In der Schweiz erlebt jede Frau Diskriminierung, egal wie alt sie ist, woher sie kommt und in welcher wirtschaftlichen Situation sie sich befindet.

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Bündnis Lohngleichheit: Nationalräte rufen zur Lohngleichheit auf

 

Männer für Lohngleichheit

Aufruf von männlichen Bundesparlamentariern

Seit 1981 ist in unserer Bundesverfassung verankert, dass „Mann und Frau Anspruch auf gleichen Lohn für gleichwertige Arbeit“ (Art. 8, Abs. 3) haben. Bedauerlicherweise ist die Verfassungsgrundsatz auch 35 Jahre später immer noch nicht umgesetzt, und es herrschen in der Schweiz nach wie vor Lohnungleichheiten. In unserem Land verdienen Frauen im Durchschnitt rund 20% weniger als Männer. Auch wenn ein Teil der Lohnunterschiede seine objektiven Gründe (Ausbildung, Dienstjahre, Erfahrung) haben mag, so bleiben 40.9% der Unterschiede unerklärbar. Dies ist eine unakzeptable Diskriminierung.

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