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Jugend

Die Zuger Fachstelle"punkto jugend und kind" organisiert am 29. Oktober eine Fachtagung mit dem Titel: „GEZEIGTE SEXUALITÄT - ALLES PORNO?“

Einer der Referenten eines Workshops ist Rolf Rietmann, ein freikirchlicher Theologe, der sich selber als "ehemaligen pornosüchtigen Schwulen" bezeichnet.

Herr Rietmann, der sich nach eigenen Angaben von seinem Schwulsein befreien konnte und heute als heterosexueller Ehemann und Vater lebt, ist der Ansicht, das man mit seinem Willen, unterstützt vom Glauben, seine Homosexualität ablegen kann. Dass Homosexualität eine gleichwertige Variante zu Heterosexualität ist, widerspricht der Ansicht von Herrn Rietmann. Er betont zwar, dass alles aus freiem Willen geschehen soll  und dass er nur Schwule, die unter ihrer Homosexualität leiden, berate - seine homophobe Einstellung wird aber rasch deutlich.  „Heute gibt die Schwulenbewegung (und zunehmend die Gesellschaft als Echo) das Denkverbot: lebe es aus, ein anderer Weg ist nicht denkbar. Wer anders denkt, wird mundtot gemacht. Bei mir sollen SIE erspüren, was ihr innerer Konflikt ist und wie Sie damit umgehen wollen. 

Wir sind stark befremdet, dass Herr Rolf Rietmann von der Zuger Fachstelle "punkto jugend und kind" eine Plattform für seine Theorie erhält, da es sich nicht um eine Pro und Kontra- Diskussion handelt, sondern um einen eigenen Workshop. 

Auf dem Programm heisst es zwar: „Im Rahmen von Referaten und Workshops bietet sie (die Tagung) eine praxisbezogene konstruktiv-kritische Auseinandersetzung – jenseits von moralisierender Verteufelung und Dramatisierung.“

Die Lesbenorganisation Schweiz LOS bezweifelt, dass dies in diesem Rahmen möglich ist. Wir würden es sehr schätzen, wenn wir eine Erklärung für die vorliegende Wahl von Herrn Rietmann als Referent eines Workshops an der Tagung einer staatlichen Fachstelle erhalten würden. Ein Referent, der Homosexualität nicht als gleichwertig anerkennt und wiederholt homophobe Äusserungen gemacht hat, bietet kaum eine Garantie für ein offenes und respektvolles Gespräch über Homosexualität.

Vorstand und Geschäftsführung der Lesbenorganisation Schweiz LOS

 


Antwort des Geschäftsführer Punkto

 

Wie sie unserer Tagungsausschreibung entnehmen können, ist das Ziel der Tagung das Thema „Gezeigte Sexualität – Alles Porno?“ von verschiedenen Seiten zu beleuchten und zu diskutieren.

Dazu gehört auch der Bereich Pornosucht und seine möglichen Auswirkungen. Herr Rietmann begleitet seit Jahren Selbsthilfegruppen von Sex- und Pornosüchtigen. In diesem Zusammenhang ist er von uns eingeladen in einem Workshop aus dem Alltag von Betroffenen zu berichten und uns deren Erfahrungen darzulegen. Die Workshops unserer Fachtagung sollen auch mittels Diskussion den Teilnehmenden eine vertiefte Auseinandersetzung zu einem Teilaspekt bieten. Darin haben durchaus auch unterschiedliche Meinungen Platz.

Für die Workshops können sich die Tagungsteilnehmenden in Eigen Verantwortung eintragen. Unsererseits werden diese Workshops begleitet. Deshalb können wir bestätigen, dass weder der christlicher Glaube von Herrn Rietmann noch Homophobie in der von Ihnen hingewiesenen Weise ein Thema des Workshops von Herrn Rietmann sein wird. Sollten sich zu wenig Interessenten zum Workshop anmelden, werden diese in der Regel gestrichen.

Gerne stehe ich Ihnen für Rückfragen zur Verfügung.

Freundliche Grüsse

Heinz Spichtig

Geschäftsführer punkto

 

 


   

Zürich - Junge Homosexuelle sind eine Risikogruppe für Suizid: Jeder Fünfte hat bereits einmal versucht, sich das Leben zu nehmen, zeigt eine Analyse der Universität Zürich und der Vereinigung Dialogai. Letztere fordert unter anderem mehr Aufklärung zur sexuellen Orientierung in den Schulen. Die Analyse untersuchte Daten von drei Studien aus dem Jahr 2002 zur Gesundheit von Jugendlichen allgemein, Rekruten und Homosexuellen. Sie zeigt, dass die Hälfte der Suizid- versuche noch vor dem zwanzigsten Lebensjahr verübt werden. Sie geschähen häufig zum Zeitpunkt des «Coming-out», wenn die sexuelle Orientierung publik gemacht werde, sagte Mitautor Jen Wang von der Universität Zürich am Donnerstag vor der Presse. (sda)


   

Eine neue Interessengruppe für eine vernünftige Sexualkunde fordert Grundlagen, die den Dialog über Qualitätsstandards in der Sexualkunde zwischen der Fachwelt und den Kantonen möglich machen. Sie mahnt zu einer sachlichen Diskussion.

 

In den meisten westeuropäischen Ländern gibt es mittlerweile nationale Richtlinien oder Minimalstandards für Sexualaufklärung. Soll mit den Kantonen ein Dialog zur Einführung von solchen Standards stattfinden, müssen die Pädagoginnen und Pädagogen zuvor diskussionsfähige Grundlagen schaffen. Zu diesem Schluss kommt die neue Interessengruppe für eine vernünftige Sexualkunde mit Vertreterinnen und Vertretern von Grünen, JUSO, SP, Grünliberalen, CVP, BDP, FDP und SVP.

 

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