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Fachgruppe Alter

Treffen vom 26. Januar 2008
Lesbenfreundliche Alterseinrichtungen - wie stellen wir uns das vor?

(lr) Am 26. Januar haben wir uns in Basel im Casa Encuentro am Klingentalgraben getroffen. Schon allein des Ortes wegen lohnte sich diese Fahrt nach Basel (sagt die Heimwehbaslerin Lotty). Das Casa Encuentro liegt im «mindere Basel» (Kleinbasel), mit direktem Blick auf den Rhein und die Grossbasler Seite, die mit ihren alten Handwerkshäusern eine Augenweide ist. Es war ein strahlender Samstagnachmittag, ein optimistischer Auftakt für das schwierige Thema, das sich Gioia und Lieve ausgedacht hatten: Lesbenfreundliche Alterseinrichtungen. Ein gutes «Lesbenaltersheim», wie stellen
wir uns das vor?

17 Frauen kamen zum Treffen und erfreuten sich zunächst am Gesang von Yvette Baum, einer Musikerin und Sängerin, die Lieder aus verschiedensten Ländern interpretierte. Ihre wunderschöne, volltönende Stimme war herzerwärmend. Sie sang uns einen iranischen Gruss vor, wobei sie sich selbst auf einer iranischen Trommel begleitete, danach folgte ein spanisches Liebeslied mit Gitarrenbegleitung.

Mit dem Thema «Wie geht es im Alter weiter, wenn wir nicht mehr so gut bei Kräften sind oder ernsthaft krank werden?» müssen wir uns ja alle früher oder später beschäftigen. Natürlich möchten wir so lange wie möglich selbständig sein, und verdrängen gern den Gedanken, dass wir vielleicht einmal auf fremde Hilfe angewiesen sein werden.

Lieve stellte ihre Projektarbeit «Regenbogen-Logen – ein lesben- und schwulenfreundliches Label für Alterseinrichtungen» vor. Sie berichtete über Lesben- und Schwuleneinrichtungen in andern Ländern und bietet eine praktische Hilfe für die Einführung eins Labels für «Regenbogen-Logen». Mit einem solchen Label, das Altereinrichtungen auszeichnet, wenn sie überdurchschnittliche Anforderungen bei der Berücksichtigung
homosexueller Lebensweisen erfüllen, kann dieser Prozess beschleunigt und die Diskussion in einer breiteren Öffentlichkeit angeregt werden.

Danach bildeten wir drei Gruppen und stellten während einer halben Stunde persönlichen Wünsche und Anforderungen an ein Alters- und Pflegeheim zusammen. Das Resultat dieser Gruppenarbeiten war interessant: In jeder Gruppe kam zum Ausdruck,nur für Lesben reservierte Abteilung geben sollte. Und – ganz wichtig! – die Körperpflege sollte nur von Frauen vorgenommen werden. Es ist auch wünschenswert, dass die Leitung voll und ganz hinter den Lesbenanliegen und einer Lesbenabteilung steht, und dass das Personal durch Schulung sensibilisiert wird, mit Lesben als Patientinnen umzugehen, ohne Voreingenommenheit der lesbischen Lebensweise gegenüber. Wir wünschten uns auch, dass die Partnerin mit ins Alters-Pflegeheim einziehen kann, damit die Paare nicht getrennt werden müssen.

Die Frage, wie die heutige Situation ist, und wie sich die Verantwortlichen von Alters- und Pflegeheimen gegenüber spezifisch lesbischen Altersanliegen verhalten, konnten wir mangels Infos noch nicht beantworten. Gioia und Lieve werden einen kleinen Fragekatalog ausarbeiten und wir Anwesenden bei den Institutionen anfragen, um herauszufinden, wie und wo wir heute stehen.

Yvette erfreute uns nach dieser sehr engagiert geführten Diskussionsrunde mit weiteren Liedern und gab noch eine Zugabe mit der Trommel. Diese Trommel wird im Iran übrigens nur von Frauen gespielt, womit auch hier, wenn auch nur im künstlerischen Bereich, eine Brücke von Frau zu Frau geschlagen wurde.

Der intensive Nachmittag ging wie üblich bei Kuchen, Kaffee und weiteren anregenden Gesprächen zu Ende. Vielen Dank an Gioia, Lieve und Erika, die den Nachmittag wieder bestens organisiert und gestaltet haben! Ich freue mich auf unser nächstes Treffen von Lesben im Alter.

Frauen lieben Frauen und reden übers Alter

Frauen lieben Frauen und reden übers Alter

(LR) Am Sonntag, 11. November war es wieder so weit: Der «Lesben-im-Alter-Treff» fand in Suhr statt, im privaten Ambiente von Sylvia und Christina. So gestalteten sich vermutlich in früheren Jahren die Lesezirkel, wie sie zum Beispiel George Sand durchführte.

Das Dachzimmer erwartete uns und, an Stelle von Franz Liszt, eröffneten Theres (Querflöte) und Erika (Klavier) diesen Nachmittag musikalisch mit einem Adagio von Haydn. Ein schöner Einstieg zur Lesung mit Esther Übelhart, die uns die Geschichte von Elke Heidenreich «Die schönsten Jahre» in leicht gekürzter Fassung vorlas. Es dürfte eine der besten Kurzgeschichten von Heidenreich sein: Treffend die Schilderungen der Dialoge zwischen Mutter und Tochter, reich an Wortwitz und eine spannende Entwicklung am Ende der Geschichte. Wir ahnen es ja, was dahinter steckt, aber, wie im wirklichen Leben, wann wollen Töchter schon zugeben, dass die Mutter über ihr Lesbischsein etwas weiss? Und es ist immer das gleiche, Mütter ahnen mehr, als wir Töchter zugeben wollen.

Die Geschichte erzählt Dinge, in der jede Zuhörende vermutlich ihre eigene Geschichte erkennt und selbst erlebt oder gehört hat. Das immer wiederkehrende Thema der Irrungen und Wirrungen unserer Seelen und die Frage: Warum konnte man zu Lebzeiten nicht miteinander reden?

Esther Uebelhart hat dieser Geschichte mit ihrer ausdruckstarken Lesung noch das Sahnehäubchen aufgesetzt.

Sahnehäubchen gab es danach auch zum Kaffee-und-Kuchen-Teil. Hier haben wir Lesben im Alter auch Zeit und Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen und andere Frauen kennen zu lernen. Die Organisatorinnen haben es einmal mehr fertig gebracht, uns einen schönen, gelungenen und heimeligen Nachmittag zu schenken.

Was werden wir beim nächsten Lesben-im-Alter-Treff wohl erleben? Was es auch sein wird, ich freue mich darauf.

Neue Fachgruppe Lesben und Alter

Neue Fachgruppe Lesben und Alter

Unser Aufruf zur Gründung der Fachgruppe Lesben und Alter wurde von sehr vielen Frauen mit grossem Interesse gelesen.

Unser Aufruf zur Gründung der Fachgruppe Lesben und Alter wurde von sehr vielen Frauen mit grossem Interesse gelesen. Viele wollen mitarbeiten, konnten aber leider bei der Gründung nicht mit dabei sein. Trotzdem trafen sich am 13. Januar acht Frauen zwischen 20 und 50 Jahren zur Gründung dieser Fachgruppe im Büro der LOS. Es wurde ein spannender Abend. Vorerst ging es darum Ideen zu sammeln und Gedanken auszutauschen. Uns beschäftigten Fragen wie: Wann fängt das «Alter» an? Welche Bedürfnisse haben ältere Lesben? Werden uns ältere und betagte Lesben Einblick in ihr Leben geben? Werden sie ihre Vergangenheit aufdecken, ihre Geschichten erzählen und ihre Wünsche, Träume und Bedürfnisse offenbaren? Wird es uns gelingen, etwas zu schaffen und beizutragen für einen schönen und erfüllten Lebensabend der Lesben?
Wir haben uns noch nicht entschieden, welche Ziele und Projekte wir als erstes verfolgen wollen.
Doch wir sind voller Zuversicht und Enthusiasmus und freuen uns dieses wichtige Thema endlich bearbeiten zu können. Nun gilt es sich in die einschlägige Literatur einzulesen, herauszufinden was bereits besteht und welche Ressourcen wir nutzen können. Was wir damit erreichen, wird uns die Zeit weisen. Klar ist, es wird auch unsere Zukunft mitgestalten.
Falls du Lust hast dich dieser Fachgruppe anzu-schliessen – die nächste Sitzung findet am 27. April in Bern statt. Mehr Informationen erhältst du via LOS-Sekretariat.

Lesben und Alter

Lesben und Alter

WO SIND SIE GEBLIEBEN? Hast du dir auch schon mal Gedanken darüber gemacht, wo denn die vielen älteren, alten und betagten Lesben geblieben sind? Wir wissen alle, es gibt sie, doch gesehen haben wir bisher nur sehr wenige. Viele leben wohl irgendwo in einer Wohnung, im eigenen Haus, im Altersheim oder in einer WG.

WO SIND SIE GEBLIEBEN?
Hast du dir auch schon mal Gedanken darüber gemacht, wo denn die vielen älteren, alten und betagten Lesben geblieben sind?
Wir wissen alle, es gibt sie, doch gesehen haben wir bisher nur sehr wenige. Viele leben wohl irgendwo in einer Wohnung, im eigenen Haus, im Altersheim oder in einer WG. Klar ist aber, wir und die Öffentlichkeit nehmen sie nicht wahr. Oder kennst du eine Lesbe, welche irgendwo im Altersheim offen lebt?
Bis wann sollte ein Coming-out abgeschlossen sein – oder wie würdest du reagieren, wenn deine Grossmutter ihre grosse Liebe vorstellt?
Auch ich werde mal alt. Was geschieht mit mir? Werde ich mal in einem heterosexuellen oder asexuellen Altersheim betreut, oder gibt es andere Wohnformen, die meinen Bedürfnissen als Lesbe entsprechen könnten.
Wir von der LOS wollen den vielen Le(s)ben(s)geschichten nachgehen – betagte Lesben aufspüren, mit ihnen über ihr Leben, ihre Bedürfnisse, ihre Probleme sprechen und das Thema auch der Öffentlichkeit bekannt machen.
Deshalb gründen wir eine neue Fachgruppe «Lesben und Alter». Wir suchen dazu Frauen, die in dieser Fachgruppe mitarbeiten möchten. Gleichzeitig suchen wir eine Frau, die als Projektleiterin die Gruppe leitet und den Kontakt zum Vorstand pflegt. Die Gruppe wird zu Beginn von Brigitte Röösli begleitet.
Das erste Treffen findet am 13. Januar 2005 um 19.30 Uhr in der LOS, Schwarztorstrasse 22 in Bern statt. Fragen und Anmeldungen bitte an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!